Geboren und aufgewachsen in Hessen, ging Dirk Schäfer 1981 zunächst nach München, wo er bei Patricia Rommel den Beruf des Filmeditors erlernte. 1984 zog er nach West-Berlin, wo 1988 sein Debütspielfilm Die weißen Zwerge für die ZDF-Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“ entstand. Ihm folgten zwei weitere von Schäfer inszenierte Spielfilme für das ZDF: Wilma wohnt weit weg und Achtundzwanzichtausend Wünsche, in denen neben seiner langjährigen Weggefährtin und Co-Autorin Marie Schmitz u.a. Inge Keller und Georgette Dee zu sehen sind.

Im Auftrag des SFB dreht Schäfer 1995 mit Alis Welt seinen ersten Dokumentarfilm, der ihn zugleich mit seinem späteren Themenschwerpunkt in Berührung bringt: den Menschen und der Kultur Anatoliens.

Zum Abschluss seines Weiterbildungsstudiums an der Kunsthochschule für Medien Köln realisierte Schäfer 2004 in Istanbul den Kurzspielfilm Lâl, das Comeback der Schauspielerin Grischa Huber, der u.a. auf den internationalen Filmfestivals in New York und Clermont-Ferrand zu sehen war.

Seit 2006 dreht Schäfer vor allem Dokumentarfilme in seiner Wahlheimat Türkei, u.a. für Arte die Dokumentation Von Mülleseln und Seifenfrauen. Bis 2010 unterrichtete Schäfer Dokumentarfilm und Videoschnitt an der Bilgi Universität in Istanbul, wo er bis heute lebt.

Nach langer Abstinenz auf deutschen Festivals wurde 2012 der Film Eine Art Liebe, das Portrait des jungen Kurden Nevzat, im Rahmen von DOK Leipzig uraufgeführt und von der Jury als herausragender deutscher Dokumentarfilm mit einer lobenden Erwähnung bedacht. Schäfer hatte bei dieser Eigenproduktion erstmals Regie, Kamera und Schnitt in Personalunion übernommen.

Für einen Programmschwerpunkt des Bayerischen Rundfunks zum Thema Ramadan dreht Schäfer den Dokumentarfilm Der heiße Monat, der am 20. Juni 2015 ausgestrahlt wird. Darin geben acht Muslime, die in Bayern leben, Einblick in das islamische Fasten.

 

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